Die dritte Party ohne Grenzen und ein kurzer Rückblick über die letzten Monate

Wir machen es kurz: Grenzfrei Witten existiert immer noch und das dritte Soli-Festival zur Unterstützung der Flüchtlinge und Aktivist_innen in Calais (Nordfrankreich) steht. Am 29. Mai 2013 findet ab 17 Uhr das dritte Grenzfrei Festival – wie immer – im Treff° der Wittener Werkstadt statt. Jede Menge Künstler_innen, Infostände, Vorträge und gutes veganes Essen laden euch ein, gemeinsam mit uns bis tief in die Nacht zu feiern. Und das ganze gibt’s für nur drei Euro Eintritt, wobei alle Einnahmen Spenden an die Betroffenen in Calais sind.
Ansonsten war es auf unserem Blog etwas ruhig in den letzten Wochen. Wir waren aber trotzdem fleißig. Neben der Vernetzung mit anderen kulturellen und flüchtlingspolitischen Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen haben wir unter anderem gemeinsam mit anderen lokalen Antifaschist_innen gegen den Besuch von Pro NRW in Witten demonstriert und uns an der 8. Mai Demonstration und den Feierlichkeiten zum Tag der Befreiung in Witten beteiligt. Seit einer gruppen-internen Schulung sind wir juristisch im Bereich „Grundlagen des Asylverfahrens“ etwas fitter geworden. In Absprache mit einer Wittener evangelischen Kirchengemeinde konnten wir in einem Gottesdienst über die Situation der Flüchtlinge in Europa aufklären und Spendengelder zur Finanzierung unserer Arbeit sammeln. Die neue Veranstaltungsreihe Punk‘n'Rap im Treff° hat uns ebenfalls einen Teil ihrer Einnahmen gespendet. In Kooperation mit dem Rosa Luxemburg Club HagEN luden wir einen Referenten des Vereins Ternodrom ins Trotz Allem ein – ein Verein, der sich die Unterstützung „interkultureller Jugendselbstorganisation von Roma und Nichtroma in Nordrhein-Westfalen“ auf die Fahnen schreibt. Im soziokulturellem Zentrum Trotz Allem, in dem wir uns nach wie vor jeden Mittwoch Abend treffen, versuchen wir ansonsten gerade unsere Veranstaltungsreihe „Grenzfrei lädt ein“ zu etablieren. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, mit Vorträgen und Filmausschnitten einen Einblick sowohl in die Arbeit der Gruppe als auch in die problematische Lebenssituation von Flüchtlingen inner- und außerhalb von Europas Grenzen zu geben. Dazu werden kostengünstig vegane Speisen und Getränke angeboten. Wir versuchen jeden zweiten Freitag Abend im Monat Themen wie Flucht, Migration und (Anti-)Rassismus in der Veranstaltungsreihe aufgreifen. Geplant sind Vorträge, Workshops, Podiumsdiskussionen und Filmpräsentationen.
Es gilt also weiterhin: Wer Lust hat mitzuarbeiten, soll Mittwoch Abends ab ca. 20 Uhr ins Trotz Allem (Augustastraße 58) kommen und sich in unsere Arbeit einbringen. Ansonsten kommt alle zur dritten Party ohne Grenzen und setzt mit uns ein Zeichen gegen staatlichen und alltäglichen Rassismus!